geeks – Eine faire Musik-App für Musikliebhaberinnen
In Zeiten flüchtiger Streams und KI-Musik verliert Musik als Kunstform an Wertigkeit. Während Musikschaffende im Social-Media-Hamsterrad um Relevanz kämpfen, wächst auf Konsument*innenseite die Sehnsucht nach analogen, bewussten Erlebnissen abseits algorithmischer Filterblasen. Als Antwort darauf schafft das crossmediale Ökosystem geeks eine Plattform, auf der Musik und ihre Schöpfer*innen wieder echte Wertschätzung erfahren. Das Herzstück bildet das Zusammenspiel aus mobiler App und physischer Mini-CD: Wird die CD an das Smartphone gehalten, startet die Musik per NFC-Tag über eine fließende Artwork-Animation, während ein Fokusmodus ablenkende Social-Media-Apps sperrt. Die Mini-CDs können direkt auf den Profilen der Artists für einen fairen Preis erworben werden, und Hörer*innen können zudem eigene Mixtapes erstellen und auf NFC-Rohlinge „brennen“.
Das zweite Alleinstellungsmerkmal von geeks ist die menschliche Komponente. Denn die von unabhängigen Redakteur*innen kuratierten (und moderierten) Playlists erleichtern das Entdecken kleinerer Artists, während ein verifiziertes „Human Made“-Label menschliche Schöpfungskraft schützt. Für Musikschaffende löst zudem eine integrierte Newsletter-Funktion den Social-Media-Vermarktungsdruck ab. Da der direkte Musikverkauf über die App bereits mit weniger Hörer*innen deutlich höhere Einnahmen pro Kopf erzielt, wird eine massive digitale Reichweite für das wirtschaftliche Überleben überflüssig.
Ergänzt wird das Konzept außerdem durch eine optionale Smartphone-Hülle mit integriertem E-Ink-Display, die das jeweilige Album-Artwork visualisiert, welches zuletzt per Mini-CD aktiviert wurde. Als visionärer Ausblick für die Zukunft greift zudem der „geeks Player“ den Trend zu autarken Abspielgeräten auf: Dieser bietet eine eigenständige Hardware mit haptischer Bedienung und E-Ink-Display, die ebenfalls per Mini-CD aktiviert wird und Musikhören ganz ohne Smartphone ermöglicht.
Emma Krischkowsky
Bachelorarbeit Sommersemester 2026
Betreut von: Prof. Kai Beiderwellen
Zweitkorrektor: Christian Fernandez
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