Gestern war heute schon Morgen – Zwischen Prokrastination und kreativen Umwegen
Diese Arbeit erzählt von einem Phänomen, das wohl fast jede*r kennt: das ewige „Ich mache das morgen“. Da liegt diese eine dringende Aufgabe vor einem und doch finden sich plötzlich tausend andere Dinge, die wichtiger, spannender oder einfach bequemer erscheinen. Stattdessen putzen wir die Wohnung, scrollen durch Social Media oder machen alles Mögliche, nur nicht das, was wir uns eigentlich vorgenommen haben. Dieses Verhalten, das so nervig wie faszinierend sein kann, steht im Mittelpunkt meiner Arbeit.
In meiner Bachelorarbeit habe ich mich mit dem Thema Prokrastination beschäftigt, insbesondere dort, wo sie in kreativen Prozessen auftaucht. Mein Ansatz ist kein klassischer Ratgeber, sondern ein positiver Blick auf das Thema. Was verrät Prokrastination über unsere Ziele und Prioritäten? Kann sie uns vielleicht sogar helfen, kreativer zu denken?
Dafür habe ich ein Buch entwickelt, das Illustrationen, informative Impulse, persönliche Beobachtungen und interaktive Elemente miteinander verbindet. Es lädt dazu ein, sich dem Thema auf eine persönliche Weise zu nähern. Die Leser*innen können selbst kritzeln, ergänzen oder alles einfach auf sich wirken lassen. Es gibt keine Anleitung und keine „richtigen“ Antworten. Das Buch versteht sich vielmehr als Raum, um das eigene Verhalten zu beobachten, sich vielleicht selbst ein bisschen besser zu verstehen und die Vielschichtigkeit des Themas zu entdecken.
Ergänzt wird das Buch durch ein Postkarten-Set, das die verschiedenen Prokrastinations-Charaktere zeigt, die auch im Buch vorgestellt werden. Über einen kleinen Selbsttest lässt sich herausfinden, welcher Typ am besten zu einem passt. Als ein spielerischer Abschluss, der die Inhalte des Buches noch einmal zusammenfasst.
Sophie Schönig
Bachelorarbeit Sommersemester 2025
Betreut von: Dr. Enzmann
Zweitkorrektor: Nadine Zimmer
Kontakt
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