Zwischen Ordnung und Chaos
Wenn wir von Chaos sprechen, hat es meistens eine negative Konnotation: Gefühlschaos, Gedankenchaos, Verkehrschaos. Chaos ist verbunden mit Kontrollverlust, Unsicherheit und Ungewissheit. In einer Welt, die auf Effizienz, Kontrolle und Planbarkeit ausgerichtet ist, scheint Chaos etwas zu sein, das es zu vermeiden gilt. Mit diesem Buch möchte ich den Blick auf das Chaos in ein anderes Licht rücken. Denn was wäre, wenn es kein Chaos gäbe, wenn alles in gewohnter Ordnung stattfinden würde?
Die Antwort ist: Es gäbe keine Kreativität.
Dieses Buch zeigt anhand eines Experiments, dass der kreative Prozess sich immer in einem Wechsel zwischen Ordnung und Chaos befindet.
Die Rahmenbedingungen des Experiments:
x Zeit: drei Wochen
x Konstante: ein Foto
x Variablen: Techniken, Farben, Material,…
Das Experiment regt dazu an, sich mit der eigenen Kreativität auseinanderzusetzen. Es zeigt, dass wir den kreativen Prozess beschleunigen und effektiver gestalten können, indem wir uns anfangs einen Rahmen schaffen, einen Anker im Meer der unbegrenzten Möglichkeiten. Innerhalb dieses Rahmens können wir uns frei bewegen und Chaos zulassen. Denn Chaos bedeutet alte Strukturen aufzubrechen und Platz für Neues zu schaffen: neue Ideen, neue Sichtweisen, neue Bedeutungen.
Ronja Freundt
Bachelorarbeit Sommersemester 2025
Betreut von: Prof. Armin Lindauer
Zweitkorrektor: Nadine Zimmer
Kontakt
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